Prof. Dr. Heiner Böttger

Universität Eichstätt Ingolstadt

 

 

Vom Fortschritt eines sich konstituierenden kommunikativen Englischunterrichts - Aufbruch zu einer neuen Kultur des institutionalisierten Sprachenlernens

 

Er ist seit langem ein englischdidaktischer Konsens in Wissenschaft und Unterrichtspraxis - und viele Schritte sind schon in diese Richtung gewagt worden. Die Rede ist vom Paradigmenwechsel des Englischunterrichts, der radikalen Änderung des in negativem Sinne „verschulten“ Englischunterrichts hin zur interkulturell-kommunikativen Ausrichtung. Aber wie weit ist der gewünschte Prozess in den letzten Jahrzehnten denn eigentlich wirklich gediehen? Viele Zeichen deuten eher darauf hin, dass überkommene und scheinbar überwundene Aspekte wieder heimlich und unter anderem Namen en vogue werden, dass trotz Europäischen Referenzrahmens weiterhin ein Unterricht stattfindet, der nicht oder nur bedingt zu wirklich anwendbaren fremdsprachlichen Fähigkeiten führt.
Welche Paradigmen sind es nun genau, an denen angesetzt werden muss? Was hat sich geändert, was genau muss noch wie geändert werden, woran müssen alle für Englischunterricht Verantwortlichen gemeinsam arbeiten? 
Dies wird der Beitrag diskutieren und so den aktuellen Status quo des Paradigmenwechsels kritisch, aber konstruktiv würdigen.